Auswahl der Geförderten

Ein Angebot für eine Studienförderung erhalten nur Studierende, die im Bewerbungsverfahren erkennen lassen, dass sie ihr Studium voraussichtlich erfolgreich absolvieren werden. Die Deutsche Bildung trifft diese Einschätzung auf Basis individueller Profilfaktoren wie Studienfach, Hochschule, fachliche Schwerpunkte, (Rest-)Studiendauer und Notendurchschnitt. Von Interesse sind auch individuelle Lebenslaufpositionen wie Abiturnote, Praktika, Fremdsprachenkenntnisse oder soziales Engagement. Ein eignungsdiagnostischer Online-Test gibt außerdem Auskunft über Studieneignung, Motivation und Zielstrebigkeit. Die Faktoren werden individuell gewichtet, zum Beispiel je nach Alter und aktuellem Semester. Etwa sieben von zehn Bewerbern erhalten ein Angebot der Deutschen Bildung.

Um das Risiko zu diversifizieren, regeln interne Anlagerichtlinien die Verteilung der Studierenden nach Hochschulen, Studienfächern, Studienfortschritt und nach sonstigendemographischen Daten. Die Bandbreite der Geförderten orientiert sich hierbei an der Gesamtverteilung der Studienberechtigten in Deutschland. Ist das Kontingent für eine bestimmte Gruppe von Studierenden erschöpft, macht die Deutsche Bildung im Einzelfall kein Angebot.

Auf Basis aller Bewerbungsdaten schätzt die Deutsche Bildung für jeden Studierenden ein individuelles Einstiegsgehalt, ein Berufseinstiegsdatum sowie eine Gehaltssteigerung. Auch die Gesamtfördersumme und die Auszahlzeit fließen in die Ermittlung der individuellen Rückzahlkonditionen ein, die sich aus dem Prozentsatz des Bruttoeinkommens und der Rückzahldauer zusammensetzen.